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5.2.2012 : 13:56

Der Stumpfarm-Weg

  
Wald bei Boos

Wo einst der "Stumpfarm" sein Unwesen trieb - die tragische Geschichte eines Mörders.

Johann Mayer, später "Stumpfarm" genannt, wurde 1886 in Uersfeld, Kreis Vulkaneifel, in einer Scheune geboren. Seine Eltern hatten zur Zeit der Geburt des Kindes keine eigene Wohnung. Von daher war der Geburtsort rein zufällig.

Johann Mayer verlor mit Mitte 20 bei einem Unfall seine linke Hand, wodurch er zur damaligen Zeit als körperlich behinderter Mensch an den Abgrund der Gesellschaft geriet. Er lebte schließlich ohne festen Wohnsitz in den Wäldern der Eifel, wilderte, raubte und vermutlich mordete er letztendlich sogar, was er jedoch niemals zugab.

Markierungszeichen des "Stumpfarm-Weges"

Der rund 16 km lange Wanderweg rund um Boos wurde nach dem "Stumpfarm" benannt, um der heutigen Generation eine Aufarbeitung der tragischen Geschehnisse entlang des Weges zu vermitteln, die die Menschen in den Jahren 1918/1919 in der hiesigen Eifelregion in Angst und Schrecken versetzten.

Johann Mayer wurde schließlich im Jahr 1919 verhaftet und 1923 von einem Schwurgericht in Koblenz zum Tode verurteilt. Das Urteil ist am 29. Dezember 1923 durch Enthauptung im Kölner Strafgefängnis Klingelpütz vollstreckt worden. Er war damals 37 Jahre alt.

Der "Stumpfarm" ist eng mit Boos verbunden, denn hier hat er seine Kindheit verbracht, ging hier zur Schule und durchlebte seine Jugendjahre.

Start und Endpunkt der Wanderroute ist der Ortskern von Boos (Jugendheim), wo eine Infotafel den Wanderer auf den "Stumpfarm" neugierig macht. Entlang des Weges sind mehrere Infosäulen mit chronologischen Informationen aufgebaut. 
 

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markante Punkte am "Stumpfarm-Weg"



Fotos, Logo und Karte: Axel Schneider, Boos