Nahezu an jedem Tag wird eines bestimmten Ereignisses oder Sachverhaltes gedacht, um das Augenmerk der Menschen darauf zu lenken.
Ein besonderes Datum stellt dabei der 12. Mai dar, denn an diesem Tag werden alle die Personen in den Fokus gerückt, die in der Pflege tätig sind.
Das sind weltweit etwa 28 Millionen Menschen. Eine beachtliche Zahl, und dennoch sind es zu wenige. Gerade Pflegekräfte leisten täglich einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft. Dabei gibt diese Tätigkeit den Mitarbeitenden so viel positive Energie, sie bekommen von den meisten ihrer Schützlinge etwas geschenkt, das unbezahlbar ist: Glücksmomente, Dankbarkeit und Zufriedenheit. Einfach ein bewegend gutes Gefühl.
Davon konnte sich Bürgermeister Timo Kanzinger bei einem Besuch im Seniorenzentrum „Villa Toscana“ in Kottenheim überzeugen. Er hatte sich bewusst für einen Gedankenaustausch dort an diesem besonderen Datum - dem ‘Internationalen Tag der Pflege‘ - entschieden, da es ihm ein persönliches Anliegen ist, auf die Bedeutung und Wichtigkeit der Pflegeberufe aufmerksam zu machen. „Ich weiß aus eigener Erfahrung, was mit der Pflege eines Menschen verbunden ist“, sagte der Bürgermeister bei der Begrüßung in der „Villa Toscana“, und ergänzte: „Die Arbeit der Pflegekräfte bedeutet weit mehr als medizinische Versorgung, sie bietet allen Beteiligten auch emotionale Unterstützung, Sicherheit und Orientierung.“
Bei dem Gespräch waren neben der Einrichtungsleiterin Ellen Schäfer auch Uwe Berens, Geschäftsführer der Projekt 3 gGmbh (Einrichtungsbetreiber), Nadine Stein, Pflegedienstleitung (PDL), und Nina Wohnsland, Praxisanleitung und stellv. PDL, sowie auch Corinna Behrendt, die Ortsbürgermeisterin von Kottenheim, dabei.
Uwe Berens merkte im Verlauf des Austausches an, dass „(..) die Arbeit mit Menschen, die Hilfe sowie Unterstützung benötigen, bedauerlicherweise oftmals in den Medien vorrangig mit den Schattenseiten des Berufes verknüpft wird, was jedoch nur den kleinsten Teil dieser wichtigen Aufgabe abbildet. Es gehört so viel mehr dazu und ist eine sehr zufriedenstellende Tätigkeit. Die fachliche und vor allem menschliche Komponente fällt leider oftmals gewissermaßen unter den Tisch.“ Auch der administrative Aufwand gehört seiner Meinung nach zu den weniger angenehmen Seiten des Berufes, wie fast überall. Dennoch schätzt er sich in der glücklichen Lage, in den Einrichtungen der Projekt 3 gGmbH aktuell ausreichend Personal zur Verfügung zu haben.
Gerade auch in der „Villa Toscana“ arbeiten rund 70 % der etwas mehr als 60 Beschäftigten bereits seit vielen Jahren im Betrieb, manche seit Gründung der Einrichtung vor knapp 28 Jahren. Und auch jüngere Menschen entscheiden sich dort bewusst für einen Beruf in der Pflege: derzeit sind 6 Mitarbeitende in der Ausbildung. Darauf ist Einrichtungsleiterin Ellen Schäfer zu Recht sehr stolz, denn es ist ihr sehr wichtig, ein faires und stimmiges Miteinander sowohl für die Bewohnenden als auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „Villa Toscana“ zu erhalten: „Ein harmonisches Umfeld, gute Arbeitsbedingungen und das mehr als kollegiale Verhältnis in unserem Team tragen sehr zu der angenehmen Atmosphäre in unserem Haus bei.“ Dazu gehört für sie auch der regionale Bezug, der sich in der engen Zusammenarbeit mit Betrieben in der Umgebung sowie der Ortsgemeinde Kottenheim wiederspiegelt.
Dem schloss sich Ortsbürgermeisterin Corinna Behrendt nur zu gerne an und betonte, wie eng das Miteinander des Seniorenzentrums und der Kottenheimer Bevölkerung ist. Viele Veranstaltungen, die in der „Villa Toscana“ durchgeführt werden, finden mit reger Beteiligung der Einwohnenden statt, seien es der Weihnachts- und Frühlingsmarkt oder die Karnevalsfeier, bei der sich selbstverständlich auch die Kottenheimer Tollitäten samt Hofstaat einfinden. Im Gegenzug nehmen auch die Bewohnenden der „Villa Toscana“ gerne an den Festen oder Freizeitaktivitäten in Kottenheim teil, wie z.B. dem Spiele-Treff. „Die „Villa Toscana“ gehört einfach zu Kottenheim, sie ist ein Teil von uns“, sagte sie.
Bürgermeister Timo Kanzinger zeigte sich beeindruckt von der durchweg positiven Stimmung in diesem Seniorenzentrum, wobei natürlich auch hier das eine oder andere Problem im Alltag auftritt und dann stets eine gemeinsame Lösung angestrebt wird. Für ihn stand bei dem Besuch jedoch vor allem die Arbeit der Pflegekräfte im Vordergrund, und wie stark sich die Menschen hier füreinander einsetzen und ihren auch durchaus herausfordernden Beruf lieben. Er sagte: „Man darf nicht vergessen, dass Pflegekräfte täglich Gesundheit fördern, einen entscheidenden Beitrag zur Versorgung unserer Mitmenschen leisten und auch Leben retten. Besonders in einer älterwerdenden Gesellschaft gewinnt die Pflegetätigkeit zunehmend an Bedeutung und verdient unsere größte Wertschätzung. “
Das Datum des „Internationalen Tag der Pflege“ geht übrigens auf den Geburtstag der berühmten britischen Krankenschwester Florence Nightingale (12. Mai 1820) zurück, die mit ihren innovativen Methoden das Gesundheitswesen revolutionierte und die als Pionierin der modernen Krankenpflege gilt.
Der 12. Mai ist jedoch mehr als ein jährlicher Gedenktag – er ist ein Zeichen der Anerkennung, denn Berufe in der Pflege verbinden Fachwissen, Verantwortung und Menschlichkeit. Ein herzliches Dankeschön an alle Menschen, die in der Pflege tätig sind – heute, morgen und jeden Tag.
